Anker los

Inspiration durch Grenzerfahrung. Why not? Von Zeit zu Zeit sucht auch die ambitionierte Agenturmaus ein kleines Abenteuer. Fernab von Schreibtisch und Komfortzone. Ein wenig Nervenkitzel, der bitteschön Prioritäten neu ordnen und den Blick fürs Wesentliche schärfen soll.

 

Wer an seine Grenzen stößt, der hat im Normalfall genau zwei Wahlmöglichkeiten: Rückzug oder Konfrontation. Zugegeben, meistens wählt man Ersteres. Ist halt angenehmer, da herumzulungern, wo man sich auskennt und alles im Griff hat. Fernab vom persönlichen Grenzgebiet, mitten im kuscheligen Zentrum der eigenen Komfortzone. So weit, so gut. Wäre da nicht ein leises Stimmchen, das sich von Zeit zu Zeit meldet, das gerne mal was erleben würde. Mal wieder Pulsrasen. Und so findet sich die sicherheitsliebende Texterin plötzlich in einer völlig neuen Situation wieder. Etwa in einem Segelboot auf offener See. Allein unter Fremden. 37 Knoten Windstärke und Monsterwellen, die in regelmäßigen Abständen laut tosend über die Reling peitschen. Nervenkitzel, wie er im Buche steht. Interessante Erkenntnis: wenn man sich genug hat kitzeln lassen und keine Kraft mehr hat, sich noch länger zu fürchten und festzuklammern, dann ist der Punkt erreicht, an dem man loslässt und plötzlich alles ganz einfach und leicht und klar wird. Dann kommt die Tiefenentspannung. Und das satte Gefühl, unverwundbar, unbesiegbar und stark zu sein.

Kürzlich erlebt: ein Segelabenteuer, gerade groß und windig genug, um den Kopf von Brettern und Alltagsbanalitäten freizupusten. Und Platz zu machen für frische Gedankengänge, für Inspiration. Abschalten mittels Adrenalinkick? Das funktioniert offensichtlich wirklich. Aber davon einmal abgesehen, tut es gut, immer mal wieder über den eigenen Schatten zu springen und jenseits der persönlichen Grenzen zu ankern. Ein bisschen Mut wird nicht selten mit viel Erlebnis und noch mehr wertvollen Erinnerungen belohnt. Und im Idealfall auch noch mit Traumwetter, mit Traumbuchten in allen Türkistönen, die der Pantonefächer zu bieten hat. Mit neuen Freundschaften und einem revidierten Selbstbild. Anker los und volle Fahrt voraus!

 

 

Kürzlich erlebt: Segeltörn mit Join the Crew
Foto: SANNI

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